Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit einem großen Plan, sondern mit einer offenen Tür. Mit einer Familie, die weiterzieht. Mit Kartons voller Babykleidung. Mit einem Kinderwagen, Spielzeug, Zubehör und der Frage: Was machen wir eigentlich mit all dem Guten, das wir selbst geschenkt bekommen haben?
So begann die Geschichte von Ropita y Luz.
Heute ist Ropita y Luz ein liebevoll eingerichteter Raum in La Guancha, in dem Familien Baby- und Kinderkleidung, Spielsachen, Bücher, Kinderwagen, Zubehör und Umstandskleidung finden können. Ein Ort zum Geben, Nehmen, Weitergeben und Begegnen. Ein Ort, an dem Kinder spielen dürfen, Eltern durchatmen können und Gespräche entstehen. Ein Ort, an dem praktische Hilfe und geistliches Licht zusammenkommen.
Doch bevor es diesen Raum gab, gab es erst einmal viele Beutel, Kisten und Schränke. Und eine junge Mutter, die erlebt hatte, wie reich Gott versorgen kann.
Alles begann mit einer Schwangerschaft
Als Anne mit Carl schwanger war, bekam sie ein Geschenk, das sie bis heute bewegt. Eine befreundete Familie verließ damals die Insel. Diese Familie hatte zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, und gab Anne und ihrer Familie alles weiter, was nicht mehr gebraucht wurde.
Nicht nur ein paar Kleidungsstücke. Nicht nur eine kleine Kiste.
Sondern wirklich fast alles: Babykleidung, Kindersachen, Zubehör, Spielzeug, Kinderwagen und vieles mehr. Plötzlich war die Erstausstattung für die ersten anderthalb Jahre nahezu komplett vorhanden.
Anne wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen würde. Sie hatte sich überraschen lassen. Und weil die Familie vorher sowohl einen Jungen als auch ein Mädchen hatte, war für beide Möglichkeiten etwas dabei. Kleidung in verschiedenen Größen. Sachen für den Alltag. Dinge, die man als junge Familie braucht und oft mühsam zusammensucht.
Es war ein Geschenk zur richtigen Zeit.
Aber es war auch viel. Sehr viel.
Schon damals begann Anne auszusortieren und weiterzugeben. Was sie nicht brauchte, sollte nicht einfach liegen bleiben. Als Carl dann geboren war, gingen auch die Mädchensachen weiter an andere Familien. Und damit war der erste Schritt getan, ohne dass jemand ahnte, was daraus einmal werden würde.
Aus Weitergeben wurde ein wachsender Kreis
Nach und nach wurden auch Freundinnen von Anne schwanger. Immer wieder tauchte die Frage auf: Hast Du vielleicht noch etwas in dieser Größe? Gibt es noch einen Schlafsack? Einen Body? Ein Spielzeug? Irgendetwas für die ersten Monate?
Und oft war tatsächlich etwas da.
Dazu kam das, was auf Teneriffa viele kennen: Menschen stellen Dinge an die Container, die sie nicht mehr brauchen. Manchmal findet man dort gut erhaltene Sachen, die viel zu schade zum Wegwerfen sind. Auch daraus entstand wieder Neues. Kleidung wurde gewaschen, sortiert, weitergegeben. Spielzeug wechselte die Familie. Zubehör bekam ein zweites Leben.
Mit der Zeit wuchs daraus ein richtiger Kreislauf.
Was in einer Familie nicht mehr gebraucht wurde, konnte in einer anderen Familie genau zur richtigen Zeit ankommen. Was zu klein geworden war, wurde weitergereicht. Was doppelt vorhanden war, fand neue Hände. Und immer öfter wurde Anne gemeinsam mit Uli zu einer festen Anlaufstelle.
Wenn jemand etwas brauchte, fragten die Leute bei ihnen an.
Und die Antwort war erstaunlich oft: „Ja, haben wir.“
Doch hinter diesem einfachen Satz steckte sehr viel Sortieren, Suchen und Verstauen. Die Sachen lagen in Privaträumen, in Kammern, in Schränken, in Ecken. Auf unserer Finca Maranatha, bei Anne, verteilt, gestapelt, irgendwie untergebracht. Es funktionierte, aber es wurde immer enger.
Irgendwann war klar: So kann es nicht bleiben.

Der Wunsch nach einem eigenen Raum
Der erste Gedanke war noch ganz praktisch: Es braucht einen Raum. Keine große Vision, kein ausformuliertes Konzept, kein fertiger Plan. Einfach einen trockenen Ort, an dem die Sachen ordentlich gelagert und sortiert werden können.
Eine Garage vielleicht. Ein Schuppen. Irgendetwas, wo Regale stehen können und die Kleidung nicht immer wieder aus Beuteln herausgesucht werden muss.
Denn wer schon einmal Kinderkleidung nach Größen sortiert hat, weiß: Wenn alles in Tüten und Kisten steckt, wird jede Anfrage schnell zu einer kleinen Suchaktion. Alles aufmachen, durchsehen, wieder einpacken. Und sobald neue Sachen dazukommen, beginnt das Sortieren von vorn.
Anne dachte zunächst an eine Garage im eigenen Haus. Dort gab es unten einen großen Raum, der teilweise ungenutzt war. Sie stellte sich vor, wie man einen Bereich abtrennen könnte. Regale hinein. Kleidung sortieren. Zubehör ordentlich lagern.
Doch während dieser Gedanke wuchs, kam noch etwas dazu.
In diesem Raum stand auch ein altes Sofa. Und plötzlich war da nicht mehr nur die Idee eines Lagers. Es entstand der Gedanke: Man könnte ja auch eine Tasse Tee mit den Menschen trinken, die kommen. Man könnte nicht nur Sachen ausgeben, sondern einen Ort der Begegnung schaffen.
Ein Raum, in dem man nicht nur nimmt und geht.
Sondern ankommt.
Die erste Tür blieb geschlossen
Anne fragte ihre Vermieterin, ob dieser Raum genutzt werden könnte. Sie erklärte die Idee, sprach offen darüber, was sie vorhatte, und machte deutlich, dass niemand einfach Zugang zu privaten Dingen bekommen würde. Alles sollte geordnet, abgesprochen und verantwortungsvoll laufen.
Die Antwort war trotzdem Nein.
Und das war nachvollziehbar. In dem Raum lagerten private Dinge der Familie, unter anderem Sachen der Eltern. Es war ihr Ort, ihr Stauraum, ihre Geschichte. Anne konnte die Absage verstehen.
Trotzdem blieb die Idee.
Manchmal schließt sich eine Tür, und doch verschwindet der Wunsch nicht. Genau so war es hier. Der Gedanke an einen eigenen Raum ließ Anne nicht los.
Und irgendwann kam sie an den Punkt, an dem sie sagte: Gott, wenn das Dein Wille ist, wenn Du möchtest, dass dieses Projekt weitergeht, dann wirst Du auch die Mittel und Wege schenken.
Sie legte den Wunsch in Gottes Hände.
Nicht als fromme Floskel, sondern ganz konkret. Denn menschlich gesehen war vieles offen. Es gab keinen Raum. Es gab kein Geld für Miete. Es gab keinen Plan, wie aus einer privaten Weitergabe plötzlich ein eigener Ort werden sollte.
Aber es gab Vertrauen.

Ein Kontakt in La Guancha
Ein paar Wochen später kam über Uli ein Kontakt zustande. Ein Paar in La Guancha hatte einen Raum abzugeben. Vielleicht ein ehemaliges Ladenlokal. Niemand wusste genau, wie der Raum aussah, was er kosten würde oder ob er überhaupt passte.
Anne war zunächst skeptisch.
Selbst wenn der Raum nur wenig kosten würde: Woher sollte das Geld kommen? Als Familie ist das Leben nicht einfach dadurch leichter, dass man eine gute Idee hat. Miete, Alltag, Kinder, Verpflichtungen – all das bleibt.
Doch immer wieder wurde sie daran erinnert: Trau Gott etwas zu. Lass Ihn machen. Vielleicht öffnen sich Türen anders, als Du denkst. Vielleicht gibt es Unterstützung. Vielleicht kommt das Geld. Vielleicht wird es ganz anders, als Du es Dir vorstellen kannst.
Als das Paar aus Bolivien zurückkam, schrieb Anne eine Nachricht. Sie stellte das Projekt vor, erklärte den Wunsch und fragte nach einem Treffen. Die Antwort war schlicht: Sag Tag und Zeit, dann treffen wir uns.
Kurz darauf fuhren Anne und Uli nach La Guancha.
Und dann betraten sie den Raum.
Der Raum, der größer war als erwartet
Der Raum war viel größer, als Anne gedacht hatte. Kein kleiner Schuppen. Keine enge Garage. Kein improvisierter Stauraum.
Ein richtiger Raum. Hell. Groß. Mit Platz für Tische, Kleiderstangen, Regale, Spielsachen, Begegnung und Gespräche.
Und da war noch ein Detail, das Anne besonders berührte: Sie hatte zuvor von einem Raum geträumt, in dem hinten rechts eine Küche war. Als sie den Raum betrat, fand sie genau das wieder.
Nicht alles entsprach dem, was sie sich vorgestellt hatte. Es war größer. Offener. Weiter. Aber dieser eine Punkt war da: die Küche hinten rechts.
Für Anne war das kein Zufall.
In den Gesprächen wurde das Projekt ausführlich erklärt. Es ging um Familien. Um gebrauchte Kinderkleidung. Um Hilfe ohne Gewinnabsicht. Um Nächstenliebe. Um einen Ort, an dem Dinge nicht verkauft, sondern weitergegeben werden. Um eine Arbeit, die aus Dankbarkeit entsteht.
Dann kam die Frage nach dem Geld.
Und wieder zeigte sich, wie Gott bereits vorbereitet hatte. Kurz vorher hatte Anne eine neue Arbeit in der Betreuung einer älteren Dame bekommen. Sie ist Altenpflegerin, arbeitet aber nicht mehr im klassischen System. Diese neue Aufgabe brachte ihr wieder ein kleines regelmäßiges Einkommen. Genau rechtzeitig, um etwas für den Raum geben zu können.
Der Besitzer machte deutlich: Wenn Anne 50 Euro im Monat geben kann, ist es gut. Wenn es weniger ist, ist es auch gut. Für ihn war wichtig, dass dieses Projekt für den Herrn ist. Eine Arbeit der Nächstenliebe. Ein gutes Werk.
So bekam Ropita y Luz seinen Raum.
Nicht als teure Ladenfläche. Nicht als Geschäftsmodell. Sondern als Geschenk, getragen von Vertrauen, Großzügigkeit und Glauben.
Möbel, die schon vorher bereitstanden
Auch bei der Einrichtung fügte sich vieles Schritt für Schritt.
Schon bevor das Treffen in La Guancha stattfand, hatte Anne eine Frau kennengelernt, deren Freunde in La Paz Möbel zu verschenken hatten. Damals war noch gar nicht klar, wohin diese Möbel einmal kommen sollten. Doch kurz nach dem Gespräch konnte Anne sie in den neuen Raum stellen.
Sessel, Tische, Schränke, Sitzgelegenheiten – vieles war plötzlich da.
So entstand nicht nur ein praktischer Ort für Kleidung und Zubehör, sondern auch ein Raum mit Atmosphäre. Mit einem Bereich zum Sitzen. Mit Platz für Tee. Mit einem Spielbereich für Kinder. Mit Regalen und Büchern. Mit einer gelben Wand, die schon durch ihre Farbe etwas von dem ausdrückt, was der Name sagt: Licht.
Ropita y Luz wuchs nicht aus einem perfekt finanzierten Konzept. Es wuchs aus vielen kleinen Geschenken, Begegnungen und offenen Türen.
Warum Ropita y Luz?
Der Name Ropita y Luz verbindet zwei Gedanken.
Ropita bedeutet auf Spanisch kleine Kleidung. Auf den Kanaren ist die Verniedlichungsform „-ita“ für alle möglichen Dinge sehr gebräuchlich. Dadurch klingt Ropita nicht fremd oder künstlich, sondern nah an der lokalen Lebenswelt. Es ist ein warmes, alltägliches Wort. Klein, freundlich, vertraut.
Und genau darum geht es: um Kindersachen, um kleine Kleidung, um Dinge, die Familien im Alltag wirklich brauchen.
Luz bedeutet Licht.
Dieses Licht steht bei Ropita y Luz nicht nur für Freundlichkeit oder eine schöne Atmosphäre. Es steht für das Licht aus Gottes Wort. Denn neben Kleidung, Spielsachen und Zubehör gibt es im Raum auch einen Büchertisch mit Bibeln und christlicher Literatur in verschiedenen Sprachen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Niemand wird gedrängt. Niemand muss etwas mitnehmen. Niemand muss ein Gespräch führen, das er nicht möchte.
Aber wer sucht, darf finden.
Ein Buch. Eine Bibel. Einen Gedanken. Ein Gebet. Ein offenes Ohr.
Ropita y Luz ist deshalb mehr als ein Ort, an dem Dinge den Besitzer wechseln. Es ist ein Raum, in dem praktische Hilfe und geistliche Hoffnung zusammenstehen dürfen.
Nimm, was Du brauchst, gib, was Du kannst
Ropita y Luz ist kein Secondhand-Laden. Es geht nicht darum, aus gebrauchten Sachen Gewinn zu machen.
Anne hätte aus all den Kindersachen auch etwas anderes machen können. Einen kleinen Verkauf. Einen Secondhand-Bereich. Einen Marktstand. Aber genau das wollte sie nicht.
Denn der Ursprung dieser Arbeit liegt im Geschenk.
Ihre eigene Familie hatte so viel geschenkt bekommen. So viel Hilfe zur richtigen Zeit. So viel Ausstattung, die andere nicht mehr brauchten und die für sie ein Segen wurde. Darum sollte dieses Projekt denselben Geist weitertragen.
Die Idee ist einfach:
Nimm, was Du brauchst, gib, was Du kannst.
Familien dürfen kommen und mitnehmen, was ihnen hilft. Gleichzeitig gibt es natürlich Unkosten. Der Raum muss getragen werden. Miete und weitere Ausgaben verschwinden nicht, nur weil ein Projekt ohne Gewinnerzielungsabsicht arbeitet. Deshalb dürfen Menschen, die können und möchten, etwas geben.
Nicht als Preis. Nicht als Pflicht. Nicht als Hürde.
Sondern als Beitrag, damit der Raum bleiben und weiter für andere da sein kann.

Für Babys, Kinder und Familien
Ropita y Luz richtet sich an Familien mit Babys und Kindern bis etwa 16 Jahre (Größen XS – S).
Weitergegeben werden können Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher, Kinderwagen, Zubehör und Umstandskleidung. Also genau die Dinge, die in Familien oft nur eine begrenzte Zeit gebraucht werden und danach entweder Platz wegnehmen oder ungenutzt herumliegen.
Gerade Kinderkleidung zeigt sehr deutlich, wie sinnvoll Weitergeben ist. Babys wachsen manchmal schneller aus einer Größe heraus, als man schauen kann. Manche Sachen werden nur wenige Wochen getragen. Spielzeug ist für eine Phase spannend und dann wieder nicht. Kinderwagen, Babyschalen, Tragetücher, Decken, Bücher – vieles hat ein langes Leben, wenn es weitergegeben wird.
Ropita y Luz macht daraus einen Kreislauf.
Was bei Dir gerade nicht mehr gebraucht wird, kann für eine andere Familie genau richtig sein. Und was Du heute brauchst, hat vielleicht eine andere Familie aus Dankbarkeit losgelassen.
So entsteht Verbindung.
Nicht anonym. Nicht über einen Verkaufsalgorithmus. Sondern von Mensch zu Mensch.
Nachhaltigkeit mit Herz
Ropita y Luz ist sozial, solidarisch und auch umweltbewusst.
Denn jedes Kleidungsstück, das weitergetragen wird, muss nicht neu gekauft werden. Jedes Spielzeug, das weitergegeben wird, landet nicht im Müll. Jeder Kinderwagen, der noch einmal genutzt wird, spart Ressourcen. Und jedes Buch, das ein neues Kind erreicht, erzählt seine Geschichte weiter.
Doch Nachhaltigkeit bleibt hier nicht theoretisch.
Sie bekommt ein Gesicht. Eine Mutter, die etwas sucht. Ein Vater, der dankbar einen passenden Artikel findet. Ein Kind, das sich über ein neues Spielzeug freut. Eine Familie, die etwas bringt, weil sie weiß: Das wird hier nicht einfach verschwinden, sondern weiterhelfen.
Ropita y Luz erinnert daran, dass Nachhaltigkeit nicht kompliziert sein muss. Manchmal beginnt sie mit einem gut sortierten Tisch voller Kleidung. Mit Kleiderstangen. Mit einem Karton Spielsachen. Mit der Bereitschaft, nicht alles zu besitzen, zu behalten oder zu verkaufen.
Manchmal ist Teilen die schönste Form von Bewahren.
Raum für Gespräche

Schon früh war Anne wichtig, dass Ropita y Luz nicht nur ein Lager wird.
Natürlich braucht es Ordnung. Natürlich braucht es Kleiderstangen, Tische, Regale und Kisten. Aber der Raum sollte nie nur funktional sein. Er sollte ein Ort der Begegnung werden.
Darum gibt es Sitzgelegenheiten. Einen Bereich zum Ankommen. Platz, um Tee zu trinken. Platz, damit Kinder spielen können, während Erwachsene in Ruhe schauen oder reden.
Manche Menschen kommen vielleicht nur, weil sie Kleidung brauchen. Andere bleiben, weil sie merken: Hier darf ich kurz durchatmen. Hier hört jemand zu. Hier muss ich nicht perfekt sein. Hier darf ich sagen, wie es mir geht.
Gerade Familien tragen oft viel. Kleine Kinder, wenig Schlaf, finanzielle Belastungen, Neuorientierung auf der Insel, Sprachbarrieren, Einsamkeit, Sorgen um die Zukunft. Da kann ein einfacher Raum mit Sofa, Tee und einem offenen Ohr mehr bedeuten, als man von außen sieht.
Ropita y Luz will genau dafür Raum geben.
Nicht aufdringlich. Nicht als Programm. Sondern menschlich, herzlich und offen.
Licht aus Gottes Wort
Der Büchertisch ist ein besonderer Teil von Ropita y Luz.
Dort liegen Bibeln, christliche Bücher, Kinderbücher, Flyer und Literatur in verschiedenen Sprachen. Für Erwachsene. Für Kinder. Für Menschen, die schon glauben. Für Menschen, die fragen. Für Menschen, die einfach neugierig sind.
Das Licht, das im Namen steckt, wird hier ganz praktisch sichtbar.
Denn Gottes Wort ist für uns nicht nur ein Buch im Regal. Es ist Orientierung, Trost, Wahrheit und Hoffnung. Es spricht in den Alltag hinein. In Freude und Überforderung. In Neuanfänge und Krisen. In Familienleben, Fragen, Erschöpfung und Dankbarkeit.
Ropita y Luz verbindet deshalb zwei Formen von Weitergabe: Kleidung für den Körper und Licht für Herz und Seele.
Beides darf seinen Platz haben.

Aus klein wurde größer
Eigentlich sollte alles klein bleiben.
Privat. Nach Absprache. Nicht zu öffentlich. Ein bisschen besser sortiert als vorher, aber immer noch überschaubar.
Doch der Raum war plötzlich groß. Die Menge an Sachen wuchs. Das Interesse wurde größer. Menschen brachten Kleidung, Spielsachen und Zubehör. Andere kamen, um etwas mitzunehmen. Wieder andere halfen, sortierten, trugen, schenkten Möbel oder machten das Projekt bekannt.
Irgendwann wurde klar: Das kann nicht verborgen bleiben.
Wenn so ein Raum entsteht, soll er auch zu den Menschen. Familien müssen davon erfahren. Nicht, weil es laut beworben werden muss, sondern weil Hilfe nur dann ankommt, wenn Menschen wissen, dass es sie gibt.
Darum befindet sich Ropita y Luz derzeit in der Phase der Vereinsgründung. Dieser Schritt passt zu dem, was aus einer privaten Initiative gewachsen ist: ein gemeinnütziger, solidarischer Ort, der Familien dient und langfristig getragen werden soll.
Eine Geschichte, die Anne schon kannte
Für Anne hat Ropita y Luz auch eine familiäre Tiefe.
Ihre Mutter hatte früher etwas Ähnliches zu Hause gemacht. Viele Jahre lang. Noch etwas größer, aber mit einem ähnlichen Herzen: Dinge weitergeben, Menschen unterstützen, helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Vielleicht steckte diese Haltung schon lange in Anne. Vielleicht musste nur die richtige Zeit kommen. Vielleicht brauchte es erst die Erfahrung, selbst so reich beschenkt worden zu sein.
Manchmal führt Gott nicht in etwas völlig Fremdes. Manchmal greift Er etwas auf, das schon in der eigenen Geschichte angelegt ist. Etwas, das man gesehen, erlebt, eingeatmet hat. Und dann öffnet Er zur richtigen Zeit eine Tür.
Bei Ropita y Luz sieht Anne genau das: Gott hat vorbereitet. Durch ihre eigene Geschichte. Durch die Schwangerschaft. Durch die geschenkten Sachen. Durch die vielen Anfragen. Durch den Platzmangel. Durch die geschlossene Tür. Durch das Gebet. Durch den Kontakt nach La Guancha. Durch den Raum. Durch die Möbel. Durch Menschen, die mittragen.
Ein Schritt nach dem anderen.
Nach Absprache geöffnet
Ropita y Luz ist aktuell nach Absprache mit Anne geöffnet.
Das passt gut zum Charakter des Projekts. Es geht nicht um Laufkundschaft, Ladenzeiten und schnellen Durchlauf. Es geht um Begegnung, Überblick und persönliche Begleitung.
Wer etwas braucht, darf sich melden. Wer etwas geben möchte, ebenfalls. Wer das Projekt kennenlernen möchte, ist willkommen.
Kontakt:
Anne – 627 723 843
Ropita y Luz befindet sich in:
Calle el Natero 4
38440 La Guancha

Ein Ort, der weiter wachsen darf
Niemand weiß genau, wie sich Ropita y Luz in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln wird.
Vielleicht entstehen irgendwann kleine Treffen für Eltern mit Babys. Vielleicht eine Krabbelgruppe. Vielleicht Familiennachmittage. Vielleicht Spielzeiten für Kinder. Vielleicht Gesprächsrunden. Vielleicht bleibt es zunächst ganz einfach: ein Raum, in dem Menschen kommen, nehmen, geben, reden und wieder gehen – ein bisschen ermutigter als vorher.
Nicht alles muss sofort fertig sein.
Ropita y Luz ist jetzt schon das, was es sein soll: ein Ort, an dem Nächstenliebe praktisch wird. Ein Raum, in dem Dinge weiterwandern dürfen. Ein Platz, an dem Kinder willkommen sind. Ein Projekt, das ohne Gewinnerzielungsabsicht arbeitet und trotzdem getragen werden muss. Eine Einladung an Familien, nicht allein zu bleiben.
Und vor allem: ein sichtbares Zeichen dafür, dass Gott Wege öffnet.
Nicht immer so, wie wir es planen. Nicht immer sofort. Nicht immer durch die erste Tür, an die wir klopfen.
Aber manchmal durch einen Raum in La Guancha. Durch geschenkte Möbel. Durch eine Küche hinten rechts. Durch Menschen, die sagen: „Das ist für den Herrn.“
Und durch eine Frau, die irgendwann nachts nicht schlafen konnte und dachte: Es müsste doch einen Raum geben.
Heute gibt es diesen Raum.
Er heißt Ropita y Luz.
Und er wartet darauf, mit Leben, Teilen, Gesprächen, Kinderlachen und Gottes Licht gefüllt zu werden.
Ein Kommentar
Ein wunderbarer Artikel! Ein wunderbares Projekt! Gottes Licht strahlt! Was für ein Geschenk! Und da zeigt es sich wieder. Vertrauen IHM. Er hat einen Weg für dich. Gott segne Euch!!!