Die Taufe – Das Evangelium sichtbar gemacht

Eine Frau steht nach ihrer Taufe betend im Wasser

Warum lässt sich ein Mensch taufen? Ist die Taufe nur ein schönes Symbol? Rettet sie? Wer sollte getauft werden? Warum taufen wir durch vollständiges Untertauchen? Und was ist mit Menschen, die bereits als Säugling getauft wurden?

Das sind wichtige Fragen. Aber wenn wir mit ihnen beginnen, beginnen wir eigentlich zu spät.

Denn bevor wir darüber sprechen, wie ein Mensch getauft wird, müssen wir verstehen, warum er sich überhaupt taufen lässt. Die Taufe steht in der Bibel nicht isoliert. Sie ist eine Antwort auf das Evangelium. Erst wenn wir verstehen, wer Gott ist, was mit uns Menschen geschehen ist, warum wir Jesus brauchen und was er für uns getan hat, erschließt sich auch die Bedeutung der Taufe.

Wer entscheidet eigentlich, was gut und böse ist?

Gibt es Gut und Böse?

Die meisten Menschen würden wahrscheinlich sofort zustimmen. Liebe, Treue und Hilfsbereitschaft nennen wir gut. Mord, Gewalt, Betrug und Missbrauch bezeichnen wir als böse.

Aber wer legt diesen Maßstab fest?

Wir selbst? Die Mehrheit? Eine Regierung? Unsere Kultur? Unsere Gefühle?

Wenn Gut und Böse nur davon abhängen würden, was Menschen gerade für richtig halten, hätten wir ein ernstes Problem. Gesellschaften können sich irren. Mehrheiten können Unrecht gutheißen. Auch unsere eigenen Gefühle sind kein sicherer Maßstab.

Die Bibel beginnt deshalb nicht beim Menschen, sondern bei Gott:

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“
1. Mose 1,1

Wenn Gott unser Schöpfer ist, dann weiß er auch, wozu unser Leben gedacht ist. Nicht wir definieren letztlich Gut und Böse. Gottes Wesen und Gottes Wille sind der Maßstab.

Für Gemeinschaft mit Gott geschaffen

1. Mose beschreibt eine gute Schöpfung. Der Mensch wird nach Gottes Bild geschaffen. Er kann denken, lieben, Verantwortung übernehmen und auf Gott antworten.

Wir wurden nicht einfach geschaffen, um einige Jahrzehnte auf dieser Erde zu verbringen und dann wieder zu verschwinden. Der Mensch wurde für Gemeinschaft mit seinem Schöpfer geschaffen.

Deshalb bedeutet Erlösung auch mehr als: „Ich möchte später einmal in den Himmel.“

Erlösung bedeutet, dass eine zerbrochene Beziehung zu Gott wiederhergestellt wird.

Doch genau diese Beziehung zerbricht.

Der Kern der Sünde: Ich will selbst bestimmen

In 1. Mose 3 stellt die Schlange Gottes Wort infrage. Im Kern lautet die Versuchung:

Hat Gott wirklich recht? Meint er es wirklich gut mit euch? Warum sollte Gott bestimmen, was gut und böse ist?

Und der Mensch entscheidet: Ich will selbst bestimmen.

Genau darin liegt der tiefste Kern der Sünde.

Sünde ist nicht nur eine Sammlung einzelner schlechter Taten. Hinter diesen Taten steht eine Haltung: Ich möchte mein Leben unabhängig von Gott führen. Mein Wille soll entscheiden.

Daraus entstehen Lüge, Egoismus, Neid, Habgier, Untreue, Lieblosigkeit, Stolz, Härte, Unversöhnlichkeit und Gewalt.

Die Folgen sehen wir bereits im Garten Eden. Adam und Eva verstecken sich. Angst kommt in die Beziehung. Menschen beschuldigen einander. Die Gemeinschaft mit Gott zerbricht.

Und dieses Problem betrifft nicht nur „die bösen Menschen da draußen“.

Paulus schreibt in Römer 3,23, dass alle gesündigt haben.

Das schließt Dich und mich ein.

Habe ich schon einmal gelogen? Habe ich etwas genommen, das mir nicht gehörte? War ich immer liebevoll? Immer treu? Niemals neidisch? Habe ich niemals einen anderen Menschen verachtet?

Jesus geht in Matthäus 5 sogar noch tiefer. Gott sieht nicht nur unsere äußeren Handlungen. Er sieht unser Herz.

Vor Gottes vollkommenem Maßstab kann keiner von uns sagen: „Ich habe nichts zu bereuen.“

Das Gesetz zeigt das Problem – aber es rettet nicht

Wozu gibt Gott uns dann Gebote?

Unter anderem, damit wir erkennen, was gut ist und wo wir selbst davon abgewichen sind.

Das Gesetz ist wie ein Spiegel. Wenn Du morgens in einen Spiegel schaust und siehst, dass Dein Gesicht schmutzig ist, hat der Spiegel etwas Wichtiges getan. Er zeigt Dir Deinen Zustand.

Aber Du kannst Dein Gesicht nicht mit dem Spiegel reinigen.

Genauso zeigt uns Gottes Gesetz, dass wir Rettung brauchen. Aber das Gesetz selbst ist nicht der Retter.

Auch gute Werke können unsere Schuld nicht ungeschehen machen.

Stell Dir einen Richter vor. Vor ihm steht ein Mensch, dessen Schuld eindeutig bewiesen ist. Der Angeklagte sagt: „Ja, ich habe das getan. Aber ansonsten bin ich doch ein ziemlich guter Mensch.“

Ein gerechter Richter kann schweres Unrecht nicht einfach ignorieren, nur weil jemand daneben auch Gutes getan hat.

Römer 6,23 sagt:

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod …“

Wir brauchen deshalb nicht nur ein bisschen Verbesserung.

Wir brauchen Rettung.

Genau hier beginnt das Evangelium

Das Evangelium sagt nicht zuerst: „Streng Dich mehr an.“

Es sagt: Gott hat gehandelt.

Jesus Christus kommt zu uns. Das Neue Testament beschreibt ihn nicht nur als Lehrer oder Propheten. Er ist der Sohn Gottes. Er wurde Mensch, kannte Hunger, Müdigkeit, Versuchung, Trauer und Schmerz – und doch war er ohne Sünde.

Jesus hatte keine eigene Schuld zu bezahlen.

Und genau deshalb konnte er etwas tun, was wir selbst nicht tun können.

Er ging ans Kreuz.

Paulus fasst das Evangelium in 1. Korinther 15 so zusammen: Christus starb für unsere Sünden, wurde begraben und ist auferstanden.

Dieses kleine Wort „für“ ist entscheidend.

Jesus stirbt für uns.

Jesaja 53 spricht von dem, der unsere Schuld trägt. 2. Korinther 5,21 beschreibt den Sündlosen, der an die Stelle der Schuldigen tritt. 1. Petrus 2,24 sagt, dass Christus unsere Sünden an seinem Leib getragen hat.

Das Kreuz zeigt beides: wie ernst Sünde ist und wie groß Gottes Liebe ist.

Römer 5,8 bringt es auf den Punkt: Christus starb für uns, als wir noch Sünder waren.

Nicht nachdem wir uns verbessert hatten.

Nicht nachdem wir würdig geworden waren.

Als wir ihn brauchten.

Das ist Gnade.

Jesus ist auferstanden

Das Evangelium endet nicht am Kreuz.

Jesus wurde begraben, aber er blieb nicht im Grab.

Er ist auferstanden.

Ohne die Auferstehung gäbe es kein christliches Evangelium. Paulus sagt in 1. Korinther 15, dass unser Glaube vergeblich wäre, wenn Christus nicht auferstanden wäre.

Aber Christus lebt.

Darum hat der Tod nicht das letzte Wort. Darum gibt es Hoffnung. Darum spricht die Bibel von neuem Leben.

Und genau jetzt beginnen wir zu verstehen, warum die Taufe so aussieht, wie sie aussieht.

Tod.

Begräbnis.

Auferstehung.

Wie antwortet ein Mensch auf das Evangelium?

Jesus hat getan, was wir nicht tun konnten. Aber das Neue Testament ruft uns zu einer persönlichen Antwort.

Diese Antwort beginnt mit Glauben.

Biblischer Glaube bedeutet nicht nur, die Existenz Jesu für wahrscheinlich zu halten. Glaube bedeutet Vertrauen. Ich verlasse mich nicht mehr darauf, selbst gut genug zu sein. Ich vertraue darauf, dass Jesus genügt.

Epheser 2,8–9 beschreibt Rettung als Geschenk der Gnade, das wir im Glauben empfangen – nicht als Lohn unserer Leistung.

Dazu gehört Umkehr.

Umkehr bedeutet nicht, dass ich mich erst selbst perfekt machen muss. Sie bedeutet, dass sich die Richtung meines Lebens ändert.

Früher: „Ich bin mein eigener Herr.“

Jetzt: „Jesus, Du sollst Herr meines Lebens sein.“

Das heißt nicht, dass ein Christ nie wieder fällt. Aber die Richtung verändert sich.

Und dieser Glaube bleibt nicht nur eine private Meinung. Römer 10 verbindet den Glauben des Herzens mit dem Bekenntnis zu Jesus als Herrn.

Genau hier kommt die Taufe hinein.

Hören – glauben – taufen lassen

Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, begegnet uns immer wieder dasselbe Muster.

Das Evangelium wird verkündigt. Menschen hören. Sie glauben. Sie kehren um. Und sie lassen sich taufen.

Zu Pfingsten werden Menschen durch die Predigt des Petrus getroffen und fragen: „Was sollen wir tun?“ Petrus ruft sie zu Umkehr und Taufe.

In Samaria glauben Männer und Frauen und werden getauft.

Philippus erklärt dem äthiopischen Hofbeamten Jesus. Als sie an Wasser vorbeikommen, möchte dieser getauft werden.

Der Gefängnisaufseher in Apostelgeschichte 16 hört das Wort des Herrn und wird getauft.

In Korinth hören Menschen, glauben und werden getauft.

Taufe war für die ersten Christen keine nebensächliche Zusatzveranstaltung irgendwann Jahre später. Sie gehörte selbstverständlich zur Antwort auf das Evangelium.

Jesus selbst ließ sich taufen

Auch Jesus wurde getauft.

Matthäus 3 berichtet, wie er zu Johannes an den Jordan kommt. Johannes versteht zunächst nicht, warum der sündlose Jesus überhaupt getauft werden soll. Doch Jesus sagt, es solle geschehen, „um alle Gerechtigkeit zu erfüllen“.

Nach seiner Taufe kommt der Heilige Geist auf ihn, und die Stimme des Vaters bestätigt ihn.

Jesus brauchte keine Vergebung eigener Sünden. Seine Taufe ist deshalb einzigartig. Sie zeigt seinen Gehorsam und steht am Beginn seines öffentlichen Wirkens.

Auch darin liegt ein Gedanke für uns:

Gerettet – und gesandt.

Taufe blickt nicht nur zurück auf Vergebung. Sie steht auch am Beginn bewusster Nachfolge.

Nicht nur: „Was schenkt Gott mir?“

Sondern auch: „Wie möchte ich jetzt mit Jesus leben und anderen dienen?“

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Taufe erzählt das Evangelium sichtbar

Römer 6 ist einer der wichtigsten Texte zum Verständnis der Taufe.

Paulus verbindet sie mit Tod, Begräbnis und Auferstehung.

Der Täufling geht ins Wasser und bekennt damit:

Mein altes Leben unter der Herrschaft der Sünde soll enden.

Dann wird er vollständig untergetaucht.

Begräbnis.

Das Alte soll zurückbleiben.

Und anschließend kommt er wieder aus dem Wasser heraus.

Auferstehung.

Ich möchte mit Christus in einem neuen Leben wandeln.

Darum ist das vollständige Untertauchen für uns nicht irgendeine äußere Form. Es bringt die Bedeutung von Römer 6 besonders klar zum Ausdruck.

Die Taufe predigt ohne viele Worte:

Jesus starb.

Jesus wurde begraben.

Jesus ist auferstanden.

Und der Täufling sagt:

„Ich vertraue ihm. Ich möchte ihm gehören.“

Die Taufe ist keine Magie

Das Wasser selbst rettet nicht.

Der Täufer rettet nicht.

Die richtige Zeremonie rettet nicht.

Man könnte einen Menschen unter Wasser tauchen, ohne dass in seinem Herzen Glaube vorhanden ist.

Das wäre keine lebendige Nachfolge Jesu.

Kolosser 2 verbindet das Begraben- und Auferwecktwerden deshalb ausdrücklich mit Glauben. Galater 3 beschreibt die Taufe als ein „Christus anziehen“ – eine neue Identität und Zugehörigkeit.

1. Petrus 3 stellt ebenfalls klar, dass es nicht um ein äußerliches Abwaschen von Schmutz geht.

Jesus rettet.

Die Taufe ist die von ihm gegebene, sichtbare und gehorsame Antwort des Glaubenden.

Taufe – ein öffentliches Ja zu Jesus

Ein hilfreiches Bild ist die Hochzeit.

Liebe kann bereits vorher da sein. Eine Beziehung kann im Herzen begonnen haben. Aber eine Hochzeit macht ein Ja öffentlich, verbindlich und sichtbar.

Ähnlich können wir die Taufe verstehen.

Im Glauben sage ich: „Ich vertraue Jesus.“

In der Umkehr sage ich: „Ich wende mich ihm zu und übergebe ihm mein Leben.“

In der Taufe bekenne ich öffentlich:

„Ich möchte zu Jesus gehören und ihm nachfolgen.“

Die Taufe verdient Gottes Liebe nicht. Sie macht sichtbar, dass ich auf seine Liebe mit einem verbindlichen Ja antworte.

Wie eine Hochzeit nicht erst Liebe erzeugt, erzeugt auch das Wasser nicht erst den Glauben.

Aber es macht die Entscheidung sichtbar.

Rettet nun der Glaube oder die Taufe?

Wir sollten nicht gegeneinander ausspielen, was die ersten Christen eng zusammen sahen.

Die Bibel sagt deutlich, dass wir aus Gnade durch Glauben gerettet werden. Rettung kann nicht verdient werden.

Aber daraus zu schließen, die Taufe sei unwichtig, wäre ebenso falsch.

Jesus selbst hat sie geboten.

Darum müssen wir zwei Fehler vermeiden.

Der erste lautet: „Wenn ich nur richtig getauft wurde, bin ich automatisch gerettet.“

Das wäre Taufe ohne Glauben.

Der zweite lautet: „Weil der Glaube rettet, spielt es keine Rolle, ob ich Jesus in der Taufe gehorche.“

Das wäre ein Glaube, der den Gehorsam bewusst von sich weist.

Die Taufe ist nicht der Preis der Rettung. Sie ist die gehorsame Antwort auf die Rettung.

Wer sollte getauft werden?

Das Neue Testament zeigt uns klare Voraussetzungen.

Ein Mensch sollte das Evangelium grundsätzlich verstanden haben. Er muss kein Theologe sein. Aber er sollte wissen, wer Jesus ist, warum er ihn braucht und was Kreuz, Auferstehung und Nachfolge bedeuten.

Er sollte persönlich glauben.

Nicht der Glaube seiner Eltern.

Nicht die Tradition seiner Familie.

Nicht der Glaube des Pastors.

Der Täufling selbst antwortet auf Jesus.

Deshalb verstehen wir Taufe als Glaubenstaufe.

Dazu gehört Umkehr. Nicht Perfektion, aber eine klare Richtung.

Taufe bedeutet nicht:

„Schaut, ich habe es geschafft.“

Sondern:

„Ich brauche Jesus und möchte ihm gehören.“

Und diese Entscheidung muss freiwillig sein. Niemand sollte sich aus familiärem Druck, aus Gruppendynamik oder aus Angst taufen lassen.

Säuglingstaufe oder Glaubenstaufe?

Viele aufrichtige Christen taufen Säuglinge und begründen das theologisch. Katholische und lutherische Christen betonen stärker Gottes Handeln in der Taufe. Reformierte Christen sehen häufig eine Verbindung zum Bundesdenken des Alten Testaments. Andere verweisen auf die Haustaufen im Neuen Testament.

Diese Positionen kann man respektvoll darstellen.

Trotzdem kommen wir zu einer anderen Schlussfolgerung.

Der klare positive Befund des Neuen Testaments lautet immer wieder:

Hören – glauben – antworten – taufen lassen.

Eine ausdrücklich als Säugling bezeichnete getaufte Person finden wir nicht.

Auch die Haustaufen beweisen keine Säuglingstaufe. Bei Lydia erfahren wir nicht das Alter aller Personen. Beim Gefängnisaufseher wird das Wort den Menschen des Hauses verkündigt. Bei Kornelius hören die Versammelten Petrus und reagieren. Bei Krispus heißt es ausdrücklich, dass sein Haus glaubte.

Darum halten wir die Glaubenstaufe für das klarer belegte neutestamentliche Muster.

Wer als Säugling getauft wurde, muss deshalb seine Eltern oder deren Glauben nicht abwerten. Ein Mensch kann heute sagen:

„Ich respektiere, was damals aus Überzeugung getan wurde. Aber jetzt möchte ich selbst bewusst auf Jesus antworten und meinen Glauben in der Taufe bekennen.“

Warum vollständiges Untertauchen?

Das griechische baptizō wird unter anderem für Eintauchen und Untertauchen verwendet. Noch wichtiger ist für uns jedoch Römer 6.

Begräbnis und Auferstehung werden beim vollständigen Untertauchen unmittelbar sichtbar.

Darum praktizieren wir die Taufe durch Untertauchen.

Dabei machen wir aus technischen Einzelheiten kein neues Gesetz. Die Bibel schreibt keine bestimmte Wassertiefe, Kleidung oder Körperhaltung vor. Getauft werden kann im Meer, im Fluss, im See oder in einem Taufbecken.

Entscheidend ist nicht der Ort.

Der Mittelpunkt ist Christus.

Wer darf taufen?

Ein ausdrückliches neutestamentliches Gebot, dass nur ein ordinierter Pastor taufen dürfe, finden wir nicht.

Jesus gibt den Missionsauftrag seinen Jüngern. Philippus tauft. Paulus tauft.

Darum kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass ein reifer Jünger Jesu einen anderen Glaubenden taufen kann.

Aber das bedeutet nicht, dass die Verantwortung beliebig wäre.

Der Taufende sollte selbst Jesus folgen, das Evangelium erklären können und darauf achten, dass der Täufling versteht, was er tut.

Und er sollte die Frage stellen:

Wie geht es danach weiter?

Denn Matthäus 28 endet nicht mit der Taufe.

Danach wird weiter gelehrt.

Taufe und Heiliger Geist

Apostelgeschichte 2 verbindet Umkehr, Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes eng miteinander.

Aber die Apostelgeschichte zeigt keine mechanische Reihenfolge, die in jedem Bericht identisch wäre.

In Samaria glauben Menschen und werden getauft. Später beten Petrus und Johannes für sie.

Bei Kornelius kommt der Heilige Geist auf die Hörenden, noch bevor sie mit Wasser getauft werden.

Apostelgeschichte 19 zeigt wieder einen anderen Ablauf.

Darum sollten wir Gott nicht in eine Formel pressen.

Taufe, neues Leben und Heiliger Geist gehören zusammen. Aber der Geist Gottes ist keine Kraft, über die ein Mensch durch eine bestimmte Zeremonie verfügt.

Auch eine einzelne Geistesgabe ist nicht der notwendige Beweis dafür, dass ein Mensch zu Christus gehört.

Taufe ist ein Anfang – keine Ziellinie

Nach der Taufe beginnt Nachfolge.

Apostelgeschichte 2 beschreibt die Getauften anschließend in Lehre, Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebet.

Christlicher Glaube ist persönlich, aber nicht individualistisch.

Wer zu Christus gehört, gehört zu seinem Leib.

Keine moderne Denomination rettet einen Menschen. Jesus rettet.

Aber Jesus ruft seine Jünger nicht in ein dauerhaft isoliertes Christsein.

Wir brauchen Gottes Wort.

Gebet.

Gemeinschaft.

Korrektur.

Ermutigung.

Dienst.

Wachstum.

Und wir brauchen weiterhin Gnade.

Denn auch ein getaufter Christ kann sündigen und fallen.

Die Taufe sagt nicht:

„Ich werde nie wieder fallen.“

Sie sagt:

„Ich gehöre jetzt Christus.“

Wenn wir fallen, lautet der Ruf nicht, unsere Sünde zu verstecken oder zu rechtfertigen.

Bekennen.

Umkehren.

Vergebung annehmen.

Neu aufstehen.

Und weiter mit Jesus gehen.

Wem gehört Dein Leben?

Am Ende können wir viele Fragen über Taufe diskutieren.

Säuglingstaufe oder Glaubenstaufe?

Untertauchen oder Übergießen?

Wer darf taufen?

Wann ist jemand bereit?

Aber die wichtigste Frage lautet nicht zuerst:

„Wann und wie wurde ich getauft?“

Sondern:

„Wem gehört mein Leben?“

Wer ist Jesus für Dich?

Nur eine historische Person? Ein guter Lehrer? Ein Religionsstifter?

Oder Dein Retter und Herr?

Worauf vertraust Du vor Gott?

Auf Deine guten Taten?

Auf Deine Kirchenzugehörigkeit?

Auf eine Taufe, die irgendwann stattgefunden hat?

Oder auf Jesus Christus?

Und wenn Jesus wirklich Herr ist: Was ist Deine Antwort?

Vielleicht ist Dein nächster Schritt, die Bibel neu zu lesen.

Vielleicht möchtest Du Gott zum ersten Mal ehrlich suchen.

Vielleicht gibt es Schuld, die Du bekennen musst.

Vielleicht möchtest Du mit einem Christen sprechen.

Vielleicht möchtest Du Jesus Dein Leben anvertrauen.

Oder vielleicht ist Dein nächster Schritt tatsächlich die Taufe.

Nicht weil Dich jemand drängt.

Nicht weil Du alles verstanden hast.

Nicht weil Du vollkommen bist.

Sondern weil Du sagen möchtest:

Jesus Christus ist mein Retter. Ich vertraue ihm. Mein altes Leben soll nicht länger herrschen. Ich möchte mit ihm neu leben. Ich gehöre ihm.

Die Taufe macht Tod, Begräbnis und Auferstehung mit Christus sichtbar

Komm mit uns ins Gespräch

Wenn Du diese Fragen nicht nur online lesen möchtest, bist Du herzlich eingeladen, bei unseren Bibelkreisen auf der Finca Maranatha im Norden Teneriffas persönlich mit dabei zu sein.

Wir öffnen gemeinsam die Bibel, stellen Fragen, prüfen Texte und sprechen darüber, was ein Leben mit Jesus praktisch bedeutet. Du musst dafür nicht schon alle Antworten haben. Auch wenn Du noch am Anfang stehst, Zweifel hast oder das Evangelium erst besser kennenlernen möchtest, darfst Du kommen und mitdenken.

Wenn Du Interesse an einem Bibelkreis, einem persönlichen Gespräch oder weiteren Informationen zur Taufe hast, schreibe uns über unser Kontaktformular.

Die Taufe macht das Evangelium sichtbar – aber der Mittelpunkt des Evangeliums ist und bleibt Jesus Christus.

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